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Russisch- Deutsche Interkulturell- und Geschaeftskommunikation. Русско- Немецкая Межкультурная и Деловая Коммуникация

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Langenscheidt Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache для Lingvo

Langenscheidt Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache для Lingvo

Электронное издание: Langenscheidt e-Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache 5,0 CD-ROM, 2008 год.
Описание словаря: Толковый словарь немецкого языка для изучающих.
Количество заголовков/карточек: 32584 / 32584
Конвертация в формат Lingvo: AndroS
Последнее обновление для Lingvo: 10 марта 2009 (версия 2,1)

Электронное издание большого толкового словаря «Немецкий язык как иностранный» от авторитетного издателя Langenscheidt включает в себя около 66 000 заглавных слов и выражений, свыше 63 000 примеров употребления, а сверх того около 33 000 составных слов, расширяющих основной лексикон. Этот словарь — не имеющий аналогов справочник, предназначенный в первую очередь для изучающих немецкий. Толкования слов даются в нём максимальном простым для понимания языком и сопровождаются подробными грамматическими пометами и примерами употребления. Несмотря на учебный характер словаря, он в полной мере отображает лексику современного немецкого языка и может быть полезен как справочное пособие не только начинающим, но и специалистам, и даже носителям языка.

Для корректного отображения табличных данных в словарных статьях необходимо установить шрифт «Arial Unicode MS», размер 10 для текста карточек в параметрах Lingvo.

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Frankfurter Rundschau. Putin´sche Dörfer

Leitartikel

Putin´sche Dörfer

Viktor Funk
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Viktor Funk (Bild: FR)
Wladimir Putin gebührt Lob. In zehn Jahren als Präsident und Premier stritt der moderne Zar, der ohne ein demokratisches Parlament auskommt, mit Vertretern westlicher Staaten immer wieder über ein Thema: die Doppelmoral. Und das ist gut so.

Putin hält den Gästen aus dem Westen oft den Spiegel vor, wenn sie Russland kritisieren. Der Kremlherr führt die Doppelmoral als rhetorische Waffe immer dann an, wenn er sich in die Enge gedrängt fühlt. Ein Zustand, den der ehemalige KGB-Spion nicht erträgt. Wer Putin auf gefälschte Wahlen anspricht, den verweist er auf die umstrittenen Ergebnisse der US-Präsidenten-Wahlen bei George W. Bush. Wer Putin auf den Tschetschenien-Krieg anspricht, den erinnert er an den Zerfall Jugoslawiens mit all seinen Folgen. Wer Putin auf die Korruption hinweist, dem zählt er die Namen der westlichen Konzerne auf, die in seinem Land schmieren. Es ist unglaubwürdig, wenn Ex-Kanzler Gerhard Schröder oder seine Nachfolgerin Angela Merkel bei ihren Russlandbesuchen von Rechtssicherheit sprechen, in ihrem Schatten aber Manager mitreisen, die ihre dortigen Geschäftspartner bestechen.

Wladimir Putin
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Wladimir Putin (Bild: rtr)
Dass in Russland bis heute ein autoritäres Regime herrscht, dafür sind westliche Staatschefs mitverantwortlich. Sie selbst loben den Kremlherrn ständig für die vermeintliche Stabilität im Land. Die brauchen sie ja für ihre Wirtschaftsinteressen. Doch das Einzige, was in Russland tatsächlich stabil blieb all die Jahre unter Putin, das sind Korruption und Rechtsunsicherheit.

Letztere ist ein Stützpfeiler der Putin´schen Scheindemokratie. Die Rechtsunsicherheit ist wichtig für die Machtpyramide, auf der er thront. Wer ernsthaft glaubte, dass nach den chaotischen 1990er Jahren mit Putin erst die Stabilität und dann die Reformen kämen, der muss spätestens jetzt einsehen, dass die Hoffnung trog.

Putin ist Geheimdienstler, kein Staatsmann. Er vertraut nur seinesgleichen. Widerspruch und andere Meinungen sind in seiner Erfahrungswelt nicht etwa Schlüssel zu mehr Verständnis über die Vorgänge im Land. Für ihn bedeuten sie Gefahr.

Die Kontrolle des Kremls über das Land ist unter Putin komplexer geworden, als sie es zum Ende der Sowjetunion war. Sie baut heute weniger auf direktes Eingreifen, sondern stärker auf vorauseilenden Gehorsam und Selbstkontrolle der meisten Politiker, Journalisten und Bürger. Putin schürt die Rechtsunsicherheit und nutzt sie als ein Instrument. Und das wirkt.

Das plötzliche Auftauchen des Kampfsport-Fans in Geschäften, Fabriken oder Apotheken sorgt für Aufregung und Verwirrung in der Öffentlichkeit, nur um ein plakatives Beispiel zu nennen. In keinem anderen Land, das sich selbst Demokratie nennt, befiehlt ein Staatschef einfach mal so, die Preise zu senken oder die Fließbänder wieder laufen zu lassen. Befehl und Gehorsam — das sind die Instrumente, mit denen Putin die Welt zu ordnen versucht. Es sind Instrumente, mit denen sie sich nicht ordnen lässt.

Anstatt die sozialen und ökonomischen Probleme im Land anzugehen, gibt der Kreml lieber Millionen für westliche PR-Agenturen aus, die das Image Moskaus in der Welt aufpolieren. Hinter der Schminke bleiben aber Risse und Krater.

In Tschetschenien herrscht zwar offiziell kein Krieg mehr, dafür explodieren nun in den benachbarten Republiken Bomben. Und manchmal auch in Moskaus Zentrum. Nach Westen wird das Gas verkauft, die eigene Bevölkerung entlang der Trassen aber heizt häufig mit Holz und zerhackt dafür die eigenen Wälder. Die Bildung ist so autoritär wie eh und je, und viele Wissenschaftler wandern aus, sobald sie ein Angebot aus dem Ausland erhalten. Das sind alte Probleme, die Putin nicht in den Griff bekommt. Und ein neues hat er mitzuverantworten: die wachsende Zahl der Rechtsradikalen.

Die Unfähigkeit, Kritik als Chance für Entwicklung zu begreifen, führte unter Putin zur Verklärung des «Mütterchen Russland», ein neuer nationaler Geist wurde beschworen. Die Herrschenden zeigten ihr wiederentdecktes Selbstwertgefühl nach den Kränkungen in der Umbruchzeit. Endlich an der Macht, wollten sie´s allen zeigen. Nun stehen sie in einer Sackgasse.

Zehn Jahre Putin — das sind zehn verlorene Jahre für Russland. Er hat nur die Fassaden einer Demokratie geschaffen, Putin´sche Dörfer gleichsam. Das ist nicht allein seine Schuld. Aber er trägt die Verantwortung dafür.

Теги: russisch-deutsche texte|putinland

Ex-Geheimdienstler über Anschläge von 1999

«Leichen wurden in Sümpfen versenkt»

Im September 1999 erschütterten Anschläge mehrere russische Städte und lieferten den Anlass zum zweiten Tschetschenienkrieg. Ex-Geheimdienstler Trepaschkin über die Attentate.

 

deu-rus Text pdf

Zerstört: Haus in Moskau nach Anschlag 1999.    Foto: ap

taz: Herr Trepaschkin, gibt es inzwischen mehr Erkenntnisse, wer hinter den Anschlägen damals steckte?

Michael Trepaschkin: Nein. Die Ermittlungsakten wurden als geheim eingestuft und sind die nächsten 75 Jahre nicht zugänglich. Die Untersuchungskommission der Duma, für die ich als Experte arbeitete, wurde aufgelöst. Zwei ihrer bekannteren Mitglieder, Schtschichotschichin und Juschenko, wurden ermordet. Die Täter wurden auch nicht gefasst. Noch gibt es zwar Zeugen, sie haben aber Angst, weil sie wissen, was mir widerfuhr.

In welche Richtung ermittelte die Staatsanwaltschaft?

Adam Jekuschew und Jusup Krymschamchalow wurden zu lebenslänglich verurteilt. Sie waren aber nur Helfershelfer, die das Sprengstoffgemisch herstellten, das in Wolgodonsk verwendet worden sein soll und brachten Hexagon nach Wolgodonsk. In Moskau waren sie nie, das ist erwiesen. An den Anschlägen können sie schlechterdings nicht beteiligt gewesen sein. Sie mussten als Sündenböcke herhalten. Wenn sie mehr Schuld auf sich nähmen, hatte man ihnen versprochen, würden sie nur zu 20 Jahren Haft verurteilt. Jetzt sitzen sie für immer, sie wurden betrogen. Damit war der Fall für die Ermittler erledigt. Die eigentlichen Drahtzieher wollte man gar nicht finden. Angeblich sollen die arabischen Feldkommandeure Abi Abu Umar und Chattab den Befehl gegeben haben. Als Beweis diente eine beim getöteten Umar gefundene Zeichnung mit der Sprengskizze eines Hauses. Mehr nicht. Chattab und Umar waren zu dem Zeitpunkt der Schuldsprechung schon tot. Da lag es nahe, ihnen die Sache in die Schuhe zu schieben und den Fall zu schließen. Unter den angeblichen Tätern war kein einziger Tschetschene.

Sie verfolgten vor Ihrer Festnahme eine heiße Spur. Eine Schlüsselfigur war ein so genannter Romanowitsch?

Romanowitsch erkannten wir anhand einer Phantomzeichnung. Er hatte früher mit dem FSB zusammengearbeitet und unterhielt gute Beziehungen zu Tschetschenen, die den Diensten nahe standen. Romanowitsch hätte das Bindeglied zur Lösung sein können. Denn er mietete die Räume in den Häusern an, wo der Sprengstoff gelagert wurde. Aber nicht unter seinem Namen, sondern mit dem Pass eines längst Verstorbenen. Wir bestanden darauf, ihn zu verhören, weil wir sicher waren, er würde uns auf die richtige Spur bringen. Kaum hatten wir das verlangt, wurde Romanowitsch auf Zypern von einem Mercedes 600 überfahren.

Damals wurde gleich der Verdacht laut, der russische Geheimdienst hätte die Finger bei den Anschlägen im Spiel?

Zunächst wollte ich das auch nicht glauben. Da man mich aus dem Verkehr zog und die Ermittlungsakten vorenthielt, fehlen mir Teile in der Beweiskette. Der Verdacht erhärtete sich, als ein Kollege aus dem Dezernat für Verbrechensbekämpfung mich ansprach und wissen wollte, ob ich Kontakt zu politischen Kreisen hätte, die sensibles Material veröffentlichen könnten. Es handelte sich um Videoaufnahmen einer Festnahme von Leuten, die mit dem Sprengstoff Hexogen handelten, der bei den Sprengungen verwendet wurde. Das Dezernat war zum Schein auf das Geschäft eingegangen und verhaftete die Gruppe. Wie sich herausstellte, unterstanden die Verhafteten Geheimdienstchef Nikolai Patruschew, der bis heute im Amt ist. Kurz danach drangen FSBler in das Dezernat ein und konfiszierten alle Beweismittel. Die Anordnung kam von Patruschew.

Warum waren Sie gegen eine Veröffentlichung?

Kollegen und ihre Familien wären gefährdet gewesen. Erst vor Gericht wollte ich das Video zeigen. Als es soweit war, kam mir der FSB mit meiner Verhaftung zuvor. Für mich war dies der Beweis. Ich hatte belastendes Material und war auf der richtigen Fährte.

Im November 2006 wurde Ihr Kollege Alexander Litwinenko auf mysteriöse Weise in London mit Polonium vergiftet. Auch er ermittelte in diesem Fall.

Litwinenko wollte das Video nach der Flucht nach London gegen den FSB verwenden. Er bot eine Million Dollar. Der Oligarch Boris Beresowski wollte sich wohl an seinem ehemaligen Zögling Putin rächen, vor dem er nach England fliehen musste. Ich habe das Video nicht verkauft.

Woher kannten Sie Litwinenko?

Er war auf mich angesetzt. Wir arbeiteten beide noch im FSB. Eine Gruppe von FSBlern sollte mich ausschalten. Zu der Zeit suchte jede kriminelle Vereinigung den Schutz des Dienstes. Die Kriminellen zahlten und der Geheimdienst deckte sie. Auf einer Pressekonferenz 1998 enthüllte Litwinenko, dass innerhalb der Organisation eine Abteilung eingerichtet worden war, die bewusst außerhalb des Gesetzes agierte und eigene kommerzielle Interessen verfolgte. Unter anderem sollte Beresowski erledigt werden, weil sie es auf sein Geschäft abgesehen hatten. Es ging um Business, politische Motive dienten nur zur Ablenkung. Ich prozessierte damals gegen Patruschew und seine Leute, darunter Nikolai Kowaljow, Putins Vorgänger als FSB-Chef, und FSB General Michail Barsukow. Ich gewann vor Gericht und sollte verschwinden. Viele Morde gingen auf das Konto der Sicherheitsorgane, die Leichen wurden vor Moskau verscharrt oder in Sümpfen versenkt. Ende der 90er Jahre verlegten sich Innenministerium und in noch größerem Maße der Geheimdienst darauf, Geschäftsleuten Firmen und Eigentum abzunehmen. Kontakte des organisierten Verbrechens reichten bis in die Präsidialadministration. Litwinenko erhielt den Auftrag, mich kaltzustellen. Als er meine Akte las, kamen ihm jedoch Zweifel und er half mir.

Glauben Sie, der FSB könnte in die Anschläge verwickelt sein?

Zumindest war es nicht ausgeschlossen. Die in der Illegalität agierende FSB-Einheit wurde auch nachdem ihr Treiben publik geworden war nicht aufgelöst. Die Kooperation mit kriminellen Gruppen hat eine längere Vorgeschichte. Schon im ersten Tschetschenienkrieg 1994 kauften tschetschenische Feldkommandeure in Moskau Waffen und wurden vom FSB gedeckt. Kommandeur Salman Radujew schaffte einen Teil der Waffen ins Kriegsgebiet, den anderen ließ er für potenzielle Einsätze in Moskau. Wir hoben eines dieser illegalen Nachschublager aus und ich wurde dafür ausgezeichnet. Als wir dann herausfinden wollten, wer die Hintermänner sind, wurde ich beurlaubt. Bei einer späteren Aktion erwischten wir 30 Waffenschieber in flagranti. Unter ihnen ein General des Generalstabs, einen Agenten des militärischen Geheimdienstes GRU und Mitarbeiter des Innenministeriums sowie des FSB. An den Geschäften war auch Anatoli Kwaschnin, der damalige Kommandeur des kaukasischen Wehrkreises beteiligt. Heute leitet er den sibirischen Wehrkreis. Ex-Generalstabschef Viktor Samsonow und der damalige Innenminister Anatoli Kulikow verdienten auch mit. Die anderen waren Tschetschenen. Im Verhör erzählten sie hemmungslos, wie sie russische Soldaten folterten. Sie waren sich sicher, man würde sie laufen lassen.

Die Militärs kamen ungeschoren davon. Wurden die Tschetschenen auch auf freien Fuß gesetzt?

Patruschew ordnete deren Freilassung persönlich an. Einen dieser blutrünstigen Feldherren, Abdul hieß er, sah ich kurz vor der Geiselnahme im Moskauer Nord-Ost Musical Theater 2002 in der Präsidialkanzlei. Auch vor der Geiselnahme der Schule in Beslan 2004 hatte ich den FSB informiert. Abdul war einige Monate vorher abgetaucht. Sie konnten sich vor dem Terrorakt in Moskau unbehelligt bewegen, obwohl sie bewaffnet waren. Was darauf schließen ließ, dass sie Protektion von weit oben genossen. Abdul tauchte dann in Beslan wieder auf. Auch die Brüder Tschemtschirow waren unter den Terroristen in Beslan, die vorher in Moskau Geiseln genommen hatten. Wir befreiten diese Geiseln sogar. Später sagte mir eine, sie hätte sich auf Drängen des FSB mit dem Austausch der Brüder einverstanden erklärt.

Welche Rolle spielte Putin in Ihrem Fall?

Ich hatte keinen Zugang zu Staatsgeheimnissen, wurde aber trotzdem wegen Geheimnisverrats verurteilt. Putin hatte es so befohlen. Der Staatsanwalt räumte ein, dass die Anklage haltlos war. Da die Weisung aber von IHM, Putin, kam — so wird er in diesen Kreisen aus einer Mischung aus Furcht und Ehrfurcht genannt — blieb das Urteil in Kraft. Die alte Garde des FSB hatte sich geweigert, gegen mich vorzugehen. Daraufhin übernahm die Militäranwaltschaft den Fall. Das sind meistens Kader aus der Provinz, die aus Karrieremotiven schneller bereit sind, zwielichtige Befehle auszuführen.

Würgte Patruschew die Ermittlungen der Anschläge ab?

Er ist kein eigenständig handelnder Typ, eher ein Befehlsempfänger wie sie zuhauf im ZK der Kommunistischen Partei saßen. Hinter ihm kann nur Putin stehen. Ein Ermittler, der mir immer noch zum Geburtstag gratuliert, erzählte mir, wie versucht wurde, ihn systematisch von der Arbeit fern zu halten.

Die Gesellschaft war nach den Anschlägen verängstigt, ja paralysiert. Wer profitierte von dem Terror?

Putins Popularität schoss augenblicklich in die Höhe. Der Militärisch industrielle Komplex war an einem Krieg in Tschetschenien interessiert, weil die Einnahmen aus den Waffengeschäften schrumpften. Auch dem Geheimdienst und der Armee kam ein neuer Konflikt gelegen. Wo sonst lassen sich Auszeichnungen so leicht verdienen wie in einem Krieg gegen das eigene Volk.

INTERVIEW: KLAUS-HELGE DONATH

Теги: russisch-deutsche texte|putinland

Boris Reitschuster. Michail Chodorkowskij rechnet mit lebenslanger Haft

Ex-Yukos-Chef rechnet mit lebenslanger Haft
Moskau, 6.9.2009


Der frühere Chef des russischen Yukos-Konzerns, Michail Chodorkowskij, rechnet damit, bis ans Lebensende in Haft zu bleiben. „Sie werden versuchen, mich bis zu meinem Tod im Gefängnis zu lassen“, sagte Russlands bekanntester Häftling in einem Interview, das ich mit ihm führte.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Die Unsicherheitsholding
Moskau, 30.7.09


Die Umkehrung der Blase ist der Staubsauger. Die russischen Ordnungskräfte, die mit ihrem staatlichen Gewaltmonopol und der pyramidalen Geschäftsstruktur die Wirtschaft fest umarmt halten, blecken immer tückischer die Zähne. Das kann ganz freundlich aussehen. Ein hochinteressanter und atemberaubender Artikel über die russische Polizei von Kerstin Holm in der Frankfurter Allgemeinen.
Opfer eigener Wahnvorstellungen
Moskau, 22.7.2009


Der Nordkaukasus verkommt immer mehr zum rechtsfreien Raum, in dem Andersdenkende als Extremisten gelten. Wer hinter dem Mord an Natalja Estemirowa steht, darf vermuten, er habe damit letztlich staatliche Interessen bedient. Ein Kommentar von Manfred Quiring aus der Welt.
Anleitung zum Überleben im russischen Dschungel
Moskau, 22.7.2009


Russland ist ein hartes Pflaster und definitiv nichts für Weicheier. Ein Land voller Widersprüche, in dem inzwischen alles erhältlich ist aber viele Einwohner kaum überleben können. Gegen die russische Bürokratie wirkt die deutsche fast lässig. Dafür läuft alles reibungslos und unbürokratisch, wenn man den Richtigen besticht. Die russischen Umgangsformen sind eher ruppig, aber auf ihre Mama und ihre Gäste lassen sie nichts kommen. Rezension von «Russki Extrem» von Brigitte Grahl.
Testfall Chodorkowski
Moskau, 11.06.2009


Die Koalition kann sich nicht auf gemeinsame Erklärung zum Prozess gegen den Unternehmer in Russland einigen. Der frühere Chef des Ölkonzerns Jukos muss sich derzeit in Moskau wegen Unterschlagung und Geldwäsche verantworten. Ein interessanter Hintergrundbericht aus dem Tagesspiegel.

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Boris Akunin. Fandorin

Fandorins erster Fall! 

Fandorin ist Kult!
Der junge Schriftführer in der Moskauer Polizeistube, Erast Fandorin, hat es gleich zu Beginn seiner Karriere nicht leicht: In Rußland scheint eine Selbstmordepidemie ausgebrochen zu sein. Es passiert am 13. Mai 1876 im Alexandergarten. Ein Student gesteht einer hübschen Dame seine Liebe. Als diese den Unbekannten abweist, erschießt er sich auf der Stelle. Solche und ähnliche Fälle treten häufiger auf. Fandorin vermutet dahinter ein finsteres Geheimnis und begibt sich durch seine Ermittlungen selbst in große Gefahr. Ein wunderbarer Kriminalroman, der seine Leser schnell in seinen Bann zieht und sie voll Spannung quer durch Europa führt. Das hochgelobte Erstlingswerk eines Schriftstellers, der sich mit seiner Geschichte von der Weltverschwörung an die Spitze der zeitgenössischen Kriminal-Literatur schrieb.

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